Infobrief 2/2017

Liebe Mitglieder des BNFN, 

ich möchte Sie über unsere Vorstandsaktivitäten des Frühjahrs informieren, bevor wir die allgemeine berufspolitische Pause für unseren verdienten Osterurlaub nutzen. 

Am 04. März habe ich an der Vertreterversammlung der KVN teilgenommen. Wesentliche Themen waren: die Verschiebung der Laborreform durch die KVN auf den 01.01.2018, das Thema wird uns dieses Jahr über noch beschäftigen.  

Die EBM-Reform kommt erst 2019. Einhellige Meinung: 1. Ohne neues zusätzliches Geld sind Verschiebungen nicht sinnvoll und schaffen nur Unfrieden. 2. Leistungsfeindliche Überpauschalierungen (Beispiele: Kardiologie, Hausärzte) müssen abgebaut werden.

Am 04.-05. März haben Werner Bode und ich an der Regionaltagung Nord der BDI-Landesvorstände in Vielank/Mecklenburg-Vorpommern teilgenommen, um mit dem BDI- Bund Deutscher Internisten allgemeine berufspolitische Entwicklungen zu diskutieren und das Vorgehen abzustimmen.

Am 09. März haben wir trotz sehr knapper Terminvorgaben pünktlich die Unterlagen zur zweiten Runde der GOÄ Neu mit der Darstellung der Arbeitszeiten Arzt/ Mitarbeiter erarbeitet. (1. Runde: Legendierung der Leistungsziffern ist bereits erfolgt unter wesentlicher Mitarbeit unseres Berufsverbandes).

Ich bin sehr stolz darauf, das wir als einer der wenigen  Berufsverbände trotz knapper Personaldecke eine fundierte Bewertung der Arbeitszeiten von Arzt/Mitarbeiter bei den einzelnen internistischen GOÄ-Leistungen zeitgerecht abgegeben haben!

Werner Bode hat die kardiologischen Leistungen bearbeitet, Johannes Herzog die gastroenterologischen Leistungen, Bernd Lüdemann die Angiologie und Diabetologie. Ich habe die Nephrologie und Diabetologie, Rheumatologie und Onkologie bearbeitet und die einzelnen Bewertungen koordiniert. Im letzten Infobrief schrieb ich, es sei besser 80-90 % zu schaffen, als gleich aufzugeben. Wir haben 100% termingerecht geschafft!

Allerdings werden wir uns aus politischen Gründen zunächst der Federführung des BDI unterordnen, der die Bewertungen der einzelnen internistischen Berufsverbände  koordinieren wird. Wir müssen aber dabei beachten, dass die Interessen nicht so sehr zwischen den einzelnen Berufsverbänden differieren, sondern umso mehr zwischen dem ambulanten und stationären Versorgungsbereich.

Am 15. März habe ich Andreas Gassen zur Wiederwahl als KBV-Vorsitzender gratuliert und um einen Gesprächstermin zur Darstellung der Interessen des BNFN/ der niedergelassenen Internisten mit schwerpunktübergreifender Tätigkeit gebeten.

Am 17. März hat Werner Bode an der 30. Sitzung der konzertierten Aktion der KBV und Berufsverbände in Berlin teilgenommen.

Am 27. Februar, 04. März und 27. März habe ich an Sitzungen der GFB/Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände Niedersachsen in Hannover teilgenommen. Dabei geht es um die Abstimmungen zwischen den einzelnen Berufsverbänden. Dabei ist eine intensive Beteiligung des BNFN langjährig gepflegte Tradition.

Aktuelle Themen sind Bemühungen, die Terminservicestellen wieder abzuschaffen, Portalpraxen an Krankenhäusern zu verhindern oder in Kooperation zu definieren und die sinnlose Onlinesprechstunde ab 01.04.: 200,00€/ Quartal maximal=20 Chats/Quartal nur auf Patientenwunsch möglich bei überhöhten Sicherheitsstandards und ca. 100€ Providergebühren/Quartal + Hardware-/Softwareanschaffungskosten: Politikerirrsinn! Unsere Patiententelefonate führen wir auch nicht mit abhörsicheren Telefonen!

Am 31. März war ich beim Bezirksgruppentreffen Nord des bng (Bund Niedergelassener Gastroenterologen) in Bremen. Topthema war die Untervergütung der Gastroskopie nach EBM 13400 sowohl bei Gastroenterologen, als auch bei den schwerpunktübergreifenden Facharztinternisten. Die Aufrufe des bng, die Untersuchungszahlen auf betriebswirtschaftlich sinnvolle 100/Quartal/Praxis zu reduzieren, liefen leider ins Leere 

Bei den schwerpunktübergreifenden Facharztinternisten sind die Gastroskopiezahlen sogar gestiegen – wahrscheinlich eine Kompensation, die für unsere Fachgruppe betriebswirtschaftlich aber eher schädlich ist.

In Niedersachsen wird angestrebt, eine Stützung der Gastroskopie über einen Hygienezuschlag und/oder  einen Sedierungszuschlag als Zwischenlösung zu erreichen, da eine grundlegende EBM-Reform in weite Zukunft rückt. Einmalartikel werden dagegen auch weiterhin nicht als Sachkosten vergütet.

Auf dem BDI/DGIM-Kongress in Mannheim am 29.04.-02.05. vertreten uns Bernd Lüdemann und Werner Bode auf den BDI-Sitzungen.

Am 08.05. ist die nächste Telefonkonferenz des BNFN-Vorstands.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche und erholsame Osterzeit,

Ihr Dr. med. Andreas Buck