Infobrief 4/2017

Liebe Kolleginnen und Kollegen im BNFN,

im Folgenden möchte ich über unsere Mitgliederversammlung am 8. November 2017 in Hannover berichten.

Nachdem unser 1. Vorsitzender Herr Buck um 16.10 die Mitgliederversammlung eröffnet hatte, nach einleitenden Worten zur aktuellen Lage des BNFN, der Feststellung der Beschlussfähigkeit und der Genehmigung des Protokolls vom letzten Jahr, präsentierte unser Schatzmeister, Herr Weidmann, den Kassenbericht, welcher von den zwei Kassenprüfern für ordnungsgemäß befunden worden war. Anschließend erfolgte die Entlastung des Vorstandes.

Anschließend wurden die Mitglieder über die vielfältigen Aktivitäten des Vorstandes im Jahr 2017 informiert. Es war ein sehr ereignisreiches Jahr, in welchem wir berufspolitisch sehr aktiv waren.

Herr Buck berichtete ausführlich über das Gespräch von Herrn Buck und mir mit Herrn Rochell, Verwaltungsdirektor der KBV, in welchem es um die Weiterentwicklung des EBM ging. Wir betonten dabei noch einmal, dass unser wichtigstes Ziel die Aufteilung der Ziffer 13250 in ihre Einzelleistungen ist. Wir haben erneut dargestellt, dass wir im Jahr 2005 durch die Einführung des EBM 2000 Plus erhebliche Honorareinbußen zu verzeichnen hatten. Da seinerzeit die KBV davon ausgegangen war, dass wir die Ziffer 13250 zu nahezu 100% ansetzen, war diese damals entsprechend niedrig bewertet worden. Herr Rochell bestätigte, dass sich hier für uns endlich etwas ändern müsse. Er sicherte uns zu, dass er sich für die Aufsplittung der 13250 in die Einzelleistungen einsetzen werde. Es sei darüber hinaus notwendig, dass die resultierenden Mehreinnahmen aus zusätzlichen Geldern zur Verfügung gestellt werden müssten. Das können wir nur begrüßen. Wir werden am Ball bleiben, um diese Position endlich durchzusetzen!

Zusätzlich haben wir einen prä- und postinterventionellen Komplex, eine Betreuungspauschale und Ziffern für die Durchführung mehrstündiger Infusionstherapien angeregt. Hierüber wird noch weiter zu diskutieren sein.

Als nächstes schilderte Herr Buck unsere Mitarbeit bei der geplanten neuen GOÄ. Hier haben die Vorstandmitglieder, insbesondere Herr Buck, mit viel Engagement die zahlreichen Termine in Berlin und München wahrgenommen, in welchen die uns betreffenden Kapitel der neuen GOÄ im Detail besprochen und entwickelt wurden. Seit Mitte des Jahres wurden die Legenden der einzelnen Ziffern dann mit der PKV abgestimmt, wobei diese erfreulicherweise sehr konstruktiv mitarbeitete.

Die alles entscheidende Phase, die Bewertung der einzelnen Leistungen in Euro, wird Anfang 2018 beginnen. Wir hoffen, dass auch diese Phase konstruktiv bewältigt werden wird.

Es ist allerdings von der Politik vorgegeben, dass die Honorarsteigerung durch die neue GOÄ zunächst insgesamt nicht mehr als 5,8 % betragen soll. Durch einen starken Beitrag des BNFN ist die GOÄ-Reform für uns Internisten auf einem guten Weg.

Anschließend berichtete ich, als 2. Vorsitzender des BNFN und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft fachärztlicher Internisten ohne Schwerpunkt im BDI, von den Aktivitäten der AG und den resultierenden Synergismen. Im BDI vertrete ich bei allen Delegiertenversammlungen, Treffen der Sektionen etc. regelmäßig unsere Interessen. So konnte ich gemeinsam mit Herrn Bode Bestrebungen des Vorstandes des BDI abwehren, die K.O.-Leistungen für Hausärzte wieder zu öffnen ohne dass es für uns eine passende Kompensation gibt. Da dies bisher unser Alleinstellungsmerkmal ist, wären weitere massive Honorareinbußen zu befürchten gewesen.ausärzte zu öffnen, o 

Die Weiterentwicklung des EBM und die Novellierung der GOÄ wurden durch unsere Gruppe im BDI vorangetrieben.

Beim EBM fordern wir endlich die entsprechenden Korrekturen für unsere Gruppe ein.

Bei der GOÄ setzen wir uns insbesondere dafür ein, dass alle Fachgruppen (Schwerpunkte/Fachärzte und Hausärzte) bei den Reformen annähernd gleich gestellt werden. Die zahlreichen Sitzungen in Berlin und München haben uns sehr gefordert, gleichzeitig konnten wir aber vielerorts durch Sachkenntnis überzeugen.

Schließlich informierte ich noch über den Stand der neuen Muster-Weiterbildungsordnung (WBO). Nach intensiver jahrelanger Erarbeitung der Grundlagen soll die neue WBO im Mai 2018 auf dem Ärztetag in Erfurt verabschiedet werden. Es ist u.a. vorgesehen, dass 2 Jahre der 5-jährigen Weiterbildung in der Inneren Medizin auch im ambulanten Bereich durchgeführt werden können.

Nach der Verabschiedung in Erfurt muss die M-WBO dann noch in allen Bundesländern durch die Landesärztekammern umgesetzt und verabschiedet werden, bevor sie gültig wird.

Als letztes präsentierte dann noch Herr Bode die aktuellen Zahlen aus Niedersachsen, welche für die Kollegen unserer Fachgruppe recht erfreulich aussehen.

Um Ihnen vor Augen zu führen, wie aktiv wir waren, hier ein kleiner Auszug aus den Aktivitäten des Vorstands seit der letzten MV 2016:

Telefonkonferenzen des Vorstands:  17.1., 21.2., 2.3., 8.5., 3.7., 5.9., 17.10.2017 = 7 x 2 - 5 Teilnehmer, je 1,5 - 2 Std.

Konzertierte Aktion / KBV:  24.11.16; 17.03., 23.06., 01.09. 2017 = 4 x Berlin/ je 1 Tag

EBM-Weiterentwicklung / KBV:  20.09. 2 x Berlin/ je 1 Tag

Projekt GOÄ neu / BÄK:  26.01., 16.05., 29.08. = 3x Berlin/ je 1 Tag; 21.09., 10.10. = 2 x München/ je 2 Tage

BDI:  04.03. Vielank 2 x 2 Tage; 20.09. Berlin 2 x 1 Tag - 4 Mitgliederinfobriefe, ca. 120 Emails, Telefonate, ...

Konzertierte Aktion / KVN: 4 Sitzungen/ Hannover - GFB Niedersachsen / Hannover: 13 Sitzungen

 

Sie sehen, wir waren nicht untätig!

Wir würden uns sehr über eine aktive Unterstüzung und Mitarbeit weiterer Mitglieder freuen., damit wir die immer mehr werdenden Aufgaben wahrnehmen können und gemeinsam mit Ihnen unsere Ziele erreichen.

Ihr

Dr. Bernhard Lüdemann