Infobrief 1/2018

Liebe Mitglieder des BNFN,

ich melde mich diesmal mit einem Quartalsbericht bei Ihnen, da es wenig zu berichten gibt, was auch mal gut sein kann.

Wir hatten endlich Ruhe von der Bundespolitik und haben diese Zeit sehr genossen!

Wir sind mit Herrn Gröhe schon bisher nicht mitgekommen (Zahlen Niedersachsen): Installationen Telematik 28.2.2018: 86 Praxen absolut,

Bundesweiter Medikamentenplan 28.2.2018: 12 % der Praxen.

Ich habe in der letzten Woche endlich die lange angemahnte Installation der Telematik-Infrastruktur erhalten. Ich kann Ihnen berichten, dass dies völlig ohne Probleme funktioniert. Ich rufe Sie auf, die Installation zügig durchzuführen, um Finanzvorteile durch die KV-Pauschalen mitzunehmen! Trotz verzögerter Einführung wurde eine Verlängerung des Eintritts der abgestaffelten Vergütung bisher auf Landesebene in den meisten KVen abgelehnt, die KBV hat zwar eine Verschiebung der Vergütungsabstaff-elung entsprechend der verzögerten Verfügbarkeit gefordert. Herrn Kriedel (3. KBV- Vorstand) hat bei der konzertierten Aktion der KBV am 16. März deutlich gemacht, dass die Chancen für eine Verschiebung aber eher schlecht stehen. 

Natürlich sind wir für Sie aber nicht untätig: der Vorstand hat um einen Beratungstermin zur Erörterung der Situation der fachärztlich tätigen Internisten ohne Schwerpunkt mit dem KBV-Vorstand gebeten. Dieser soll im nächsten Quartals stattfinden.

Wir werden hierbei unsere  Forderungen  zur EBM-Reform vortragen. Die Aufspaltung der Ziffer 13250 für die kardiologisch orientierten fachärztlichen Internisten ohne Schwerpunkt wird als Problem von der KBV (Gespräch mit Dr. Rochell) sehr wohl verstanden.  Im Dezember 2017 hat der Vorstand des BDI, Dr. Hans-Friedrich Spiess durch eine Intervention unser Anliegen mit der Ziffer 13250 schwer beschädigt und zurückgeworfen. Der BDI, der eigentlich Berufsverband aller Internisten sein sollte, vertritt in diesem Falle ausschließlich die Interessen der Schwerpunkt-Internisten, die 2008 von der Einführung der 13250 profitiert haben: die 13250 wird z.B. abgerechnet, wenn der Gastroenterologe einen Ganzkörperstatus macht, oder der Kardiologe eine Langzeitblutdruckmessung ohne Echokardiographie durchführt. In diesen Fällen ist die 13250 höher bewertet, als die Einzelleistungen – im Gegensatz dazu sind die Facharztinternisten ohne Schwerpunkt mit kardiologischer Ausrichtung stark benachteiligt, da sie regelmäßig mehrere Leistungen aus dem Katalog der 13250 zum Pauschalpreis nebeneinander erbringen müssen!

Ich bin im Gespräch mit der KBV über andere Ausgleichswege und hoffe, dass diese nicht wieder durch andere Berufsverbände, speziell den BDI torpediert wird.

Im Februar waren Werner Bode (Vorsitzender LV Niedersachsen) und ich bei der Regionaltagung der norddeutschen Landesvorstände des BDI in Vielank/Mecklenburg-Vorpommern. Da wir auch beide Vorstandsmitglieder des BDI Landesverbandes Niedersachsen sind, vertreten wir die Interessen des BNFN auch in den Gremien des größten internistischen Verbandes. Leider entwickelt sich der BDI immer mehr zum Verband der Scherpunktler. Sowohl die hausärztlich tätigen Internisten, als auch die fachärztlichen Internisten ohne Schwerpunkt werden leider nicht mehr aktiv durch den  BDI-Vorstand vertreten. 

Ich habe den BNFN bei der Vertreterversammlung der KV Niedersachsen vertreten. Hauptthema war die gescheiterte Laborreform.   

Am 16. März habe ich den BNFN bei der konzertierten Aktion der KBV in Berlin vertreten. Auch hier gab es durch die bundespolitische Ruhepause inhaltlich wenig Neues. Psychotherapeutische Themen dominierten. 

Zum wichtigen Thema Europäische Datenschutzgrundverordnung, die datenver-arbeitenden Betriebe aller Branchen, also auch Arztpraxen betrifft, werde ich Ihnen nächsten Monat Material an die Hand geben können, dass Ihre Praxis fit macht für die EDGV.

Ihnen und Ihrer Familie wünschen ich schöne und erholsame Ostertage!

Herzliche kollegiale Grüße,

Dr. med. Andreas Buck

1. Vorsitzender des BNFN